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Reviews "Myself-Inside"
"Dark Feather":
Hut ab, Ohren auf – was ist das denn? Ich dacht` mir fliegen die (Hör-)Sinne davon, als sich dieser
Silberling in meinem CD-Player zu kreisen begann. TYP1 spielen – ja was denn eigentlich? – ich nenne
es mal brachialen Metal (der mit Volldampf in die Visage geht) gepaart mit einem so was vom intensiven
Sound…unglaublich. Genau kann man diese Musik nicht beschreiben, und das ist gut so. Der Leser
braucht aber Zuordnungen, Vergleiche um der Vorstellung mächtig zu werden: also nennen wir dieses
Musik-Menü melodischer Death-Metal, angereichert mit ein paar Esslöffeln Hardcore und einer Prise
Dark-Metal. Ein unerklärlich fesselnder Druck springt da aus den Boxen, begleitet von zum „Himmel
schreienden“ Harmoniebögen. Es groovt, es rockt, es hämmert, es hüpft, es singt…
Das Tempo dieser EP hat keine sonderlichen Ausschweifungen und doch ist sie von einer Vielseitigkeit
geprägt, die seinesgleichen sucht. Die Musik zwar auch nicht neu erfunden (wer hat das schon), so
haben TYP1 dennoch eine enorme Eigenständigkeit in Songwriting und dessen Ausführung zu ver-
zeichnen. Alle Instrumente überzeugen auf hohem Niveau und der Gesang steht dem in nichts nach,
nein im Gegenteil – drückt dem Ganzen in Vielfalt und Ausdruck noch den i-Punkt auf!
Anspieltipps…Anspieltipps? Nicht möglich: 21,5 Minuten Muss-(man-haben-)Mucke!!
www.darkfeather.net
"Helldriver Magazine":
TYP1, mir bisher gänzlich unbekannt, legen mit "Myself - Inside" ein starkes drittes Album auf den
Tresen. Voll gepackt mit einer gelungenen Mischung aus Metal und Hardcore, wissen die fünf Thüringer
auf ganzer Linie zu überzeugen. Mit einer ordentlichen Portion Aggression, Wut und Kraft wird mit den
sechs neuen Tracks ordentlich gebolzt. Enthielten die ersten beiden Alben deutsches Textgut, setzt
man auf "Myself - Inside" erstmals auf englische Dichtung. Dies steht TYP1 recht gut zu Gesicht und
dürfte nützlich sein, um sich auch im Ausland einen Namen zu machen. Das Potenzial haben die Jungs
allemal. Die Songs sind überwiegend einfach gestrickt und verlangen vom Hörer keine übermäßige
Aufmerksamkeit. Also auch mal schön zum einfach so nebenher abspielen. Dies ist leider auch der
einzige kleine Makel an der Scheibe. Hätte ich mir doch ab und an etwas mehr Abwechslung gewünscht.
Musikalisch besinnt man sich auf die Stärken des Genres. Stampfende Midtempo Nummern, tiefer
gestimmte Gitarren, aggressive Screams und fette "Mit-Mosh-Riffs". Wenn es TYP1 an einem nicht
mangelt dann ist es Spielfreude. Die Jungs haben Spass an ihrer Musik und das hört man. Hier sollte
man bedenkenlos reinhören können. (jb)
www.helldriver-magazine.de
"Powermetal":
Juhu, mal wieder was Modernes! Sehr gut. TYP1 aus Sonneberg stechen mit "Myself - Inside" in die
aufgewühlte und mittlerweile recht volle See der modernen Metal-Klänge. Nach einigen Besetzungs-
wechseln und der Entscheidung, von deutschen auf englische Texte zu wechseln, veröffentlichen
TYP1 nun ihre vierte CD.
Alles klar, hier sind keine Anfänger am Werk, das hört man die vollen 22 Minuten der sechs Songs.
Handwerklich gibt es nichts zu meckern. Groovige Passagen gehen nahtlos in melodische Parts über,
irgendwann tritt einem TYP1 dann auch mal korrekt in die Fresse und dann ist es auch wieder gut.
Klingt das arg unmotiviert? Wahrscheinlich genauso unmotiviert, wie die Jungs Neues in ihre Songs
verpacken. Denn irgendwie hat man alles schon mal irgendwo gehört. Ob es jetzt die Breaks sind, die
vorhersehbar in noch vorhersehbarere Parts überleiten, oder ob es das grundsolide, sich aber definitiv
wiederholende Riffing der Gitarren ist - alles schonmal da gewesen.
Das Songwriting nimmt einen also nicht mit auf die große Reise, nicht weil der Kapitän oder die
Mannschaft schlecht sind, sondern weil man die Passage einfach schon mehrfach gefahren ist und
einen nichts Neues erwartet. Die Produktion jedoch ist klasse und der Sound knallt richtig aus den
Boxen, es klingt in den harten Parts ultra-heavy und in den melodischen Parts glasklar, das gefällt
sehr gut.
Meiner Meinung nach sollte es ab jetzt einfach ein Stückchen origineller, ein bisschen experimenteller
werden. Ich denke, dass sich die Band erst einmal finden musste und jetzt so richtig durchstarten
wird. Vielleicht hätte man das Ganze ein halbes Jahr später mit anderen Songs versuchen sollen.
Fazit: Der Kahn hat kein Leck, tuckert und schwimmt. Dennoch sollte es ab jetzt ein bisschen origineller
zur Sache gehen. Was ich sehr fair finde: Das Album gibt es zum kostenlosen Download auf der
Homepage der Band.
Anspieltipps: Alone I Stand, Under Your Justice
Julian Rohrer [5.12.2007]
www.powermetal.de
"My Revelations" (7 von 15 Punkten):
TYP1 ist eine acht Jahre alte Band aus Deutschland, die früher noch einen anderen Sänger und deutsche
Texte hatte. Mit Frontmann Roy Siegel und der dritten CD "Myself-Inside" hat man eine Stilkorrektur
vom Alternative Metal zum Metalcore gemacht! Der derbe Gesang ist eher Death Metal und auf die
Dauer monoton, während die Songs leider permanent im Midtempo dümpeln. Etwas Abwechslung in
der Geschwindigkeit hätte hier Wunder gewirkt. Im Endeffekt ist das Ergebnis nicht schlecht, auf die
Dauer aber zu monoton. Da kann man fast froh sein, dass TYP1 nur sechs Songs hatten. Diese wurden
aber ordentlich produziert und in ein stilvolles, düsteres Digipack gepackt. Mit etwas mehr Abwechslung
wäre das Ergebnis sicherlich besser geworden, so ist es halt sehr durchschnittlicher, aber nicht
schlechter Metalcore.
www.myrevelations.de
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