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Reviews "Ravendays"
"Powermetal.de":
Heftiges Ding moderner Klangkunst. Tot. Tot. Tot.
Was für ein brachialer Haufen sind die Jungs von TYP1 doch. Aus dem thüringischen Sonneberg erschallen
in einer guten Regelmäßigkeit die keifenden Pamphlete der Melodic-Death-Metaller, deren aktuelle EP
zwar schon 2008 veröffentlicht wurde, in einer neuen Runde aber unter das geifernde Volk geworfen
wurde.
Die zeitliche Nähe zu "Myself–Inside" ist relativ offensichtlich und auch musikalisch hat sich wenig
geändert. Gemäßigter Up-Tempo Melodic Death Metal mit Core-Elementen und einer großen Freude an
einer gesunden Mischung aus Groove und Pogo. Gesanglich variiert die Bands aus genretypischen Growls
und corigen Screams, die sich außerordentlich gut in die rotzige, ja fast schon punkige Atmosphäre der
Songs einpassen. Sägende Gitarren vervollständigen das umfassende Bild und zeigen schließlich, dass
die Band sehr auf Variantenreichtum und Dynamik wert legt. Das funktioniert auch sehr gut, die knapp
22 Minuten der EP vergehen wie im Fluge. Langeweile? Keine Spur.
Der große Kritikpunkt bei "Myself–Inside" war die Betulichkeit des Songwritings. Viele Riffs und Ideen
kennt man so schon von den Szenegrößen, seien es MYSERY SPEAKS oder BURDEN OF LIFE und
Konsorten. In dieser Hinsicht hat die Band stark an sich gearbeitet. Das Songwriting beinhaltet deutlich
mehr Eigenständigkeit und zeigt, was die Band eigentlich drauf hat. Straight forward heißt die Devise,
kompromisslos und hart ist die Moral. Und verdammt nochmal, das taugt! In Verbindung mit der fetten
Produktion läuft das Ding umso kräftiger aus den Boxen und wie dunkelste Bitterschokolade direkt in
die Gehörgänge.
Fazit: TYP1 sind sicher noch nicht auf dem Zenit ihres Schaffens, jedoch jedem Fan der modernen
Death-Metal-Schule ohne allzu krasse Göteborg-Elemente ans Herz gelegt. Für lediglich 5 Euro kann
man die CD bei der Band bestellen und bekommt dafür ein schönes Digi. Für Feiglinge und Stundenten
besteht die Möglichkeit, sich das Ding kostenlos auf der Homepage runterzuladen. Auf, auf, es lohnt sich!
Anspieltipps: Heart For Sale, Those That Have To Die
Julian Rohrer, 17.4.2010
www.powermetal.de
"Dark Feather":
Nicht mehr ganz so frisch ist die bei uns kürzlich eingetrudelte E.P. „Ravendays“ der Thüringer Crew von
Typ 1, wie wir unschwer aus obenstehenden Interview heraushören können ;-) Das tut jedoch dem
Inhalt der CD keinen Abbruch. Nun, was soll man sagen, es gibt Bands von den die Fans sagen, es ist
besser stets nur das erste Album zu besitzen, dann gibt es Bands die kontinuierlich ihr Ding ohne
nennenswerte Veränderungen durchziehen und dann gibt es Combos die sich mit jedem Output weiter-
entwickeln. Und zur letzten Kategorie gehört zweifelsohne Typ 1. Und wenn ich „Weiter“entwicklung
sage, dann mein ich das auch in jenem Sinne. Hat mich doch ihr Vorgänger „Myself-Inside“ schon auf
ganzer Linie überzeugt (siehe Review Typ1 – Ausgabe1), so knallt mir Ravendays mit noch größerer
Wucht entgegen. Ihr musikalischer Stil hat sich dieses mal nicht so stark verändert, wie es beispiels-
weise der Sprung von „Ich ist ein anderer“ zu „Myself-Inside“ noch verdeutlichte, aber er ist noch
weiter gereift. Jenen könnte man ganz banal als eine Art Metal-Core bezeichnen, aber dieses wäre
wahrlich wie schon erwähnt zu banal. Zu eigenständig ziehen Typ 1 Ihr Ding durch. Es vereinen sich
hier Death-Metal, Melodien und Hardcore etc. nicht auf übliche Weise, sondern gehen eher Hand in
Hand als Metaltrupp nebeneinander her und kommen somit als geballte Ladung. Nun, zweifellos, das
die Produktion eine nicht unwesentliche Rolle bei der Härte und Durchschlagskraft von „Ravendays“
spielt, dennoch ist eine weitere Steigerung an den Arrangements der Songs und deren spieltechnische
Umsetzung unüberhörbar. An der Spielfreude gab es ja aufgrund des Vorgängers eh kaum noch Raum
noch oben. Eine klasse Scheibe, die einzig und allein ihren Wermutstropfen in der Tatsache hat, dass
nach gut einundzwanzig Minuten alles schon wieder vorbei ist und man sich doch ein ganzes Album
von jenem Dargebrachten wünscht. Aber das liegt in der künstlerischen Freiheit der Musiker und man
kann jenes schließlich nicht wirklich als Vorwurf gelten lassen. Wollen wir auch gar nicht… Klasse Teil,
das hoffentlich noch auf viele Ohren stößt!!
www.darkfeather.net
"Heavyhardes.de":
Typ1 aus dem thüringischen Sonneberg sind inzwischen auch schon beinahe eine Dekade in der
Metalszene unterwegs und durchliefen in dieser Zeit einige Änderungen im Lineup. Inzwischen können
die Jungs auf zwei Demos namens Stechender Schmerz (2001) und Ich Ist Ein Anderer (2005) sowie
zwei EPs mit den Titeln Myself - Inside (2007) und das hier vorliegende Ravendays zurückblicken.
Ohne die alten Sachen zu kennen, muss man Typ1 ohne Neid attestieren, dass hier mächtig auf den
Putz gehauen wird. Melodic Death Metal ist angesagt, aber ohne irgendwelche Weichspülmelodien und
kommerzielle Hintergedanken, sondern roh und gewaltig und das macht Spaß. Leider gibt es hier nur
sechs Songs zu hören, aber die haben es in sich. Alle Lieder laufen unter der Vier-Minuten-Grenze ins
Ziel, das Songwriting ist also kompakt und auf den Punkt gebracht. Der Gesang ist aggressiv und hat
ordentlich Dampf, ebenso wie Gitarren, Bass und Schlagzeug. Zusammen mit der druckvollen Produktion
ergibt sich hier ein absolut stimmiges Bild und mit "Heart For Sale" haben Typ1 dann auch einen kleinen
Hit am Start, der das insgesamt hochklassige Material noch etwas überragt.
Wer auf fulminanten Death Metal mit Melodie ohne Kitsch steht, ist bei Typ1 genau an der richtigen
Stelle. Für 5,- Euro inkl. P&V bekommt ihr Ravendays im hübschen Digipack ins Haus geschickt. Alternativ
könnt ihr euch die Tracks auf der Bandhomepage kostenlos ziehen. Wenn das mal kein Service ist!
Lord Obirah
www.heavyhardes.de
"My Revelations" (9 von 15 Punkten):
Die vierte Veröffentlichung der deutschen Band TYP1 ist eine Steigerung zum Vorgänger "Myself-Inside"
und ballert verdammt druckvoll aus den Boxen. Die fünf Musiker sind auf dieser Digipack-EP sehr
professionell ans Werk gegangen und spielen eine deftige Melange aus Metalcore und Death Metal mit
einem derben Grunzer mit Namen Roy Siegel, welcher auch paar Schreieinlagen zu bieten hat und
definitiv besser geworden ist! Sechs Songs mit jeweils circa 3 Minuten Spielzeit sind durchaus kurz-
weilig und interessant, mit guten Riffs wird nicht gegeizt. Für eine Langzeitwirkung setzen sich die
Stücke jedoch nicht in meinen Kopf, da hier der "Gesang" nicht prägend genug ist und die Ohrwurm-
qualitäten der durchaus "guten" Songs fehlen. Spaß macht diese CD sicherlich und auch live kann ich
mir vorstellen, dass die Kuh fliegt!
Die Band möchte aber noch darauf hinweisen, dass alle Veröffentlichungen als kostenlose Downloads
auf ihrer Homepage zu finden sind. Tolle Sache!
www.myrevelations.de
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